Ich bekenne, ein Hobby-Reimer zu sein.. egal ob im Stau stehend, gemütlich auf der Terrasse sitzend oder am Essen kochen. Die Reime purzeln mir in den Sinn und es macht mir Freude. Hier möchte ich ein paar "Geistes-Ergüsse" zusammen tragen. Ach übrigens, einen Herren mit Namen "Klaus", der ein solches Ferkel ist, existiert zum Glück nur in meiner Fantasie...
Nun könnt ihr hören die Ballade von der Entstehung einer kleinen Made..
Es wohnt in einem Haus -oh Graus- ein großes Ferkel namens Klaus.
Am Montag fängt die Woche an, es duscht sich dann ein jeder Mann. Es denkt sich da das Kläuschen, mit dem Duschen mache ich ein Päuschen. Es gibt so viel zu tun im Haus, da fällt das Duschen prompt dann aus.
Am Dienstag Morgen wird sich ein jeder um neue Wäsche sorgen. Doch Wäsche waschen kostet Geld, welches Klaus tunlichst zusammen hält. Wasser kostet viel bei jedem Tropfen, damit kann man andere Löcher stopfen und den Dreck nur einfach von sich klopfen.
Den Mittwoch wollt er eigentlich nutzen, sich mal wieder die Zähne zu putzen, aber nach einem Blick in den Spiegel fand er sich selbst viel zu penibel und möcht sich auch am dritten Tag nicht trennen vom leckren Belag.
Am Donnerstag seine Mitmenschen schon die Nasen rümpfen, bei dem Gestank aus seinen Strümpfen. Die Familie schreit: "Nun wasch dich mal!" doch noch windet er sich wie ein Aal. Es war bis jetzt so schön bequem und wird noch ein paar Tage gehn.
Am nächsten Tag ist es noch schlimmer, man riecht ihn jetzt in jedem Zimmer. Fenster öffnen nützt nichts mehr, die Unterhose stinkt zu sehr. Vorne Gelb und hinten Braun ist zwar lustig anzuschaun, doch ich sags euch im Vertraun selbst Fliegen werden umgehaun!
Am Samstag man dem Bade huldigt, doch Kläuschen fühlt sich gar nicht schuldig. Umschwirren ihn auch schon die Fliegen, ins Bad ist er nicht rein zu kriegen. Eine Fliege stellte fest: im Schlüpfer wär ein perfektes Nest, in das sich prima ein Ei legen lässt.
Kaum gedacht, schon prompt gemacht. Fröhlich macht sie einen Hüpfer in den bunt getönten Schlüpfer und legt hinein au wei au wei ein dickes, fettes Fliegenei!
Am siebten Tag ist es soweit, das kleine Ei wächst und gedeiht. Die Unterhose sieht man beben, denn sie erwacht nun voll zum Leben. Klaus fand den Tag erst ziemlich fade, doch dann fand er im Slip die Made.
Sie schaut ihn an und ruft ihm zu: "Ich danke dir, du Ferkel du! An deinem Dreck ich mich jetzt labe, denn ich bin eine kleine Made." Doch das ist selbst für Klaus zu viel, die Dusche, die ist nun sein Ziel.
Und die Moral von der Geschicht die Made kurz vorm Tode spricht: "Wasch dich jetzt und hier, ich bin ein Gesellschaftstier. Wo zuerst nur eine war, wimmelt sonst bald eine Schar!"
Klecks beim Einkaufen..
Ach
ja.. was für ein langer Tag,
voll der Mühen und so mancher Plag!
Ein Unterschlupf soll her für so mancherlei,
und schon ging sie los, die Heimwerkerei!
Ich habe
gesägt und auch noch geschraubt
der Schweiß war am fließen und es hat gestaubt!
Geflucht wie ein Kutscher, doch dann wurd ich mutig-
was war mein Lohn? Der Finger wurd´ blutig..
Kurz
vor sieben merkt ich voll Graus,
zuwenig Holz- das Material geht mir aus!
Was soll ich nur machen, was soll ich nur tun?
Rannte durch die Wohnung wie´n aufgescheuchtes Huhn!
Also
flugs in die Schuhe und die Jacke rein,
aufs Rad gesetzt, ein Einkauf muss sein!
Ab zum Baumarkt mit den vielen Sachen
die heut auch mir ne große Freude machen!
Zwei
Latten, 3 Meter lang, ein dünneres Brett
das konnt ich brauchen, das fand ich nett!
Dazu noch ne Gardinenstange, Winkel und Schrauben,
das war wieder ne Rechnung, ich konnts kaum glauben!
Nach
draußen geschleppt zu meinem Rad
mit Panzerband verschnürt, das ich dabei hat.
Nun wollt ich nach Hause meine Einkäufe bringen,
da hört ich in mir ne leise Stimme klingen..
"Es
ist so warm, ich hab einen riesigen Durst"
da sah ich nen Wagen, beladen mit Bier und mit Wurst
Mich packte eine gar un-Damenhafte Gier
auf ein kühles Blondes, ein schönes Bier!
Neben
dem Baumarkt ist noch ein Laden,
dahin sah man mich mit meinen Latten traben..
Das Fahrrad verschlossen, die Latten unter den Arm,
vor Anstrengung wurd mir schon wieder ganz warm!
Es
ertönte so manches "Ach.." und auch manch "Oh.."
die Verkäufer die wurden ganz blass sowieso!
"Ich weiß net was sie haben", dacht ich bei mir,
"ich will doch nix Böses, sondern nur Bier!"
So lief
ich durch den Laden und immer dabei,
2 schöne Latten- die Meter zählen drei!
Durch sämtliche Gänge mit ganz viel Glas
bin ich heile gekommen, wer sagt noch was?
Als
ich wieder raus kam, da hatte ich dabei,
eine Einkaufstasche voll und die Latten mit Metern 3!
Nun habe ich bei mir gehofft, dies Unternehmen gelinge
und das ich meine Beute heil nach Hause bringe!
Auf das
Fahrrad aufgestiegen und nach Hause gebracht
und dabei gebetet, dass die Polizei ein Päuschen macht!
Ich schwankte auf die linke und die rechte Seite
und hoffte dabei, dass es wird keine Pleite!
Das
war eine Fahrt, sie kam mir lang vor wie nie,
ich hab es geschafft so stolz, Ihr glaubt kaum wie!
Nun sitze ich hier, mein Alster schmeckt toll
die Latten liegen auf´m Boden- denn für heut hab ich die Nase voll!
Diese kleine Geschichte ist eine Entschuldigung an meine Physio-Therapeutin Claudia gewesen, weil ich immer wieder ein Rezept verschusselt habe.
Dies ist die Geschichte vom kleinen Rezept
Es war einmal ein kleines Rezept, das lebte vom Anbeginn seines Daseins, unbeschrieben in einer liebevollen Gemeinschaft mit vielen, vielen anderen Rezepten. "Irgendwann" so flüsterten die Rezepte geheimnisvoll untereinander, "irgendwann bekommt jedes von uns eine andere, ganz besondere Mission, die für einen bestimmten Menschen- nein DEN ganz bestimmten Menschen, der nur von dir abhängt, eine große Hilfe in einer Notlage bedeutet." Das kleine Rezept, von dem hier die Rede sein soll, hatte sich im Stillen vorgenommen, seine ganz bestimmte Mission am Besten von allen anderen Rezepten auszuführen. Und es wartete gespannt, voller glücklicher Aufregung.
Und dann war er plötzlich da, der große Tag, auf den das kleine Rezept schon so lange gewartet hat. Eine fleißige Ärztin saß an ihrem Schreibtisch, nahm den Block mit den Rezepten und trennte das kleine Rezept von seiner Familie. Den Schmerz über diese Trennung konnte das kleine Rezept trotz der Aufregung ganz deutlich spüren. Aber es wusste ja von seiner besonderen Mission, so wollte es tapfer sein.
Und da... da passierte es! Die fleißige Ärztin sagte etwas zu einer Frau, die mit gespanntem Gesichtsausdruck vor ihrem Schreibtisch saß. Dann steckte sie das kleine Rezept in eine Maschine, die dem Rezept, welches so schmal und zart ist, riesig vorkam. Und plötzlich wurde es komplett in die große Maschine hinein gezogen. Mit energischem, aber auch zartem Druck wurden Buchstaben auf die bisher unbeschriebene Vorderseite aufgepresst. Dann sauste das kleine Rezept, vor Stolz über seine besondere Mission, die nun deutlich für alle Welt zu sehen war, von einem inneren Strahlen erfüllt durch die Maschine, in die Hand der fleißigen Ärztin und wurde mit freundlichem Lächeln an die Frau vor dem Schreibtisch weitergereicht.
"So sieht sie also aus" dachte das kleine Rezept voller Glück, "mein ganz besonderer Mensch- eine Frau, der ich ganz allein jetzt helfen darf." Die Frau legte das kleine Rezept vorsichtig in ein Buch und steckte dieses in eine Tasche, so dass es gut geschützt transportiert werden konnte. Es ruckelte und schuckelte bis dem kleinen Rezept ganz komisch wurde und es sich fragte, ob es wirklich so eine schöne Mission sei, für die es ausgesucht wurde. Aber da war schon alles vorbei. Es wurde hell und das kleine Rezept hörte die Stimme der Frau, die da sagte: "Schau, ich habe das Rezept, auf das Claudia, meine Physio-Therapeutin schon wartet." Nach diesen Worten, die es mit großem Stolz erfüllten, wurde das kleine Rezept auf einen Stapel anderer Papiere gelegt. Dort wartete es... und wartete... und wartete. Aber die Mission, die ja so wichtig sein sollte, kam nicht.
Manchmal hörte das kleine Rezept die Worte: "Oh, das Rezept ist noch da, jetzt muss es aber dringend zu Claudia..." Aber das war schon alles. Das kleine Rezept wurde immer trauriger und trauriger. Alle seine großen Pläne, seinem ganz besonderen Menschen in einer Notlage zu helfen, sind durch eine schier endlose Warteschleife null und nichtig geworden! Nachdem das kleine Rezept zum wiederholten Male die Worte "Oh, das Rezept ist noch da, jetzt muss es aber dringend zu Claudia.. " gehört hatte, beschloss es, etwas ganz unerhörtes zu wagen.. "Ich verstecke mich jetzt, denn mein ganz besonderer Mensch will mich ja anscheinend nicht!" beschloss es trotzig. Gedacht, getan! Das kleine Rezept krabbelte ganz tief in den Papierstapel, zwischen einen Report, der da lautete: `Die Krankenkasse fordert rechtsgültig ausgestellte Rezepte` und viele Artikel über Naturheilkunde, die den Titel: `So helfen sie sich alleine` trugen. "Dann braucht mein Mensch mich ja nicht" dachte es traurig und seine kleinen Ecken bogen sich zutiefst unglücklich nach unten.
Zwischendurch wurde der Papierstapel von dem Menschen, der wohl ein Stapelgenie war, noch erhöht, dann wieder umsortiert und durchgemixt, so dass das kleine Rezept hinterher selber nicht mehr wusste, wo unten und oben oder wo genau es nun war.
Dann hörte es auf einmal die Stimme wieder, die da sagte: "Komisch, wo ist denn das Rezept? Ich will es doch jetzt zu Claudia bringen.." "Ha!", dachte das kleine Rezept sich voller Genugtuung, "jetzt sucht sie mich.." und es blieb ganz still liegen. Nur eine klitzekleine Ecke wackelte ein ganz bisschen. Kurze Zeit später hörte es wieder die Stimme, jetzt schon dringender: "Oh nein, wo ist nur das Rezept? Ich habe es Claudia doch versprochen.." Da fing es an zu überlegen. Als die Stimme immer lauter und unglücklicher wurde und sogar davon sprach, einen Bruder vom Rezeptblock zu beantragen, beschloss das kleine Rezept, dass nun genug Versteck gespielt worden sei. Es wackelte und zwackelte und rappelte, so dass der ganze, große Stapel ins Rutschen kam und die Frau ihn sich schnell griff, um ihn zu sortieren.
"Oh... das Rezept!! Hurra! Ist das schön, es ist wieder da!" jubelte die Frau. Und sie sagte noch: "Nun muss ich nicht den weiten Weg zur Ärztin noch einmal fahren und ihr eingestehen, dass ich das Rezept versuselt habe. Ich freue mich so. Jetzt stecke ich das Rezept auch gleich in einen Umschlag und bitte Claudia um neue Termine, denn ihre Behandlungen haben mir immer so geholfen!"
Das kleine Rezept machte sich ganz groß vor lauter Freude, denn es half nun nicht nur seinem ganz besonderen Menschen aus einer Notlage, sondern hatte auch noch geholfen, ihn zu erziehen! Denn sein Mensch hatte gelernt:
Wichtige Unterlagen legt man nicht auf große Papierstapel!